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27.01.2021 08:32 Alter: 99 days

"Schluss mit dem Zeitspiel!"

Über 30 Organisationen der Bremer Zivilgesellschaft fordern Landesregierung und Senat zu einer schnelleren Umsetzung beim Klimaschutz in Bremen auf


Unter dem Motto „Schluss mit dem Zeitspiel“ fordern über 30 Organisationen der Bremer Zivilgesellschaft Landesregierung und Senat zu einer schnelleren Umsetzung beim Klimaschutz in Bremen auf. Dazu haben sie ein ausführliches Forderungspapier mit konkreten Maßnahmen ausgearbeitet.

Das Forderungspapier wurde heute vormittag, begleitet von einer Aktion, an die Bürgerschaftsvertreter*innen übergeben. Angelehnt an Schiedsrichter-Entscheidungen aus dem Sport, zeigten die Vertreter*innen der Organisationen vor der ÖVB-Arena die gelbe Karte und skandierten "Schluss mit dem Zeitspiel!".

Das breite Bündnis von Bremer Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fordert von den Regierungsparteien und dem Senat, in diesem Jahr eine gemeinsame politische Klimaschutzstrategie zu entwickeln und umgehend mit der Umsetzung umfangreicher Maßnahmen zu beginnen. Ziel muss dabei eine 80%ige CO2-Reduktion gegenüber 1990 bis 2030 und die Klimaneutralität für Bremen bis 2035 sein. So kann Bremen seinen Beitrag zur Einhaltung des globalen 1,5-Grad-Ziels leisten, Vorbild für andere Städte werden und zu einer globalen, völker- und generationenübergreifenden Klimagerechtigkeit beitragen. Die Klimakrise sollte mit derselben Handlungsstärke wie die Coronakrise bewältigt und ein zukunftsfähiges neues Modell für unsere Wirtschaft und Lebensstile entwickelt werden. Alle politischen Planungen müssen unter einem wirksamen Klimavorbehalt geprüft und Klimaschutzmaßnahmen ausreichend mit Personal und Investitionsmitteln unterlegt werden.

Für die Arbeit des ADFC besonders interessant sind die Forderungen im Bereich Verkehrswende: "Alle Verkehrsmaßnahmen sollten der Leitlinie folgen, den privaten Autobesitz und -verkehr im städtischen Raum weitgehend zu reduzieren und möglichst starke Anreize zu bieten, sich zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem ÖPNV fortzubewegen. Dazu gehören neue attraktive Infrastrukturen für Radverkehr und ÖPNV insbesondere auch durch einen höheren Anteil an den Verkehrsflächen. Besonders klimabelastende Infrastrukturen wie der Flughafen dürfen nicht mehr mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden."