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25.11.2020 12:38 Alter: 210 days

Erneuter Stresstest für Radfahrende – Bauarbeiten im Findorfftunnel behindern Radverkehr


Schlechte Verkehrsführung für Radfahrende in der Baustelle Findorfftunnel. Foto: © ADFC Bremen

Der ADFC Bremen kritisiert die schlechte Verkehrsführung der Baustelle im Findorfftunnel. Zum wiederholten Male mutet man den Radfahrer*innen dort während Bauarbeiten eine katastrophale Verkehrsführung zu. Sven Eckert, Geschäftsführer des ADFC reagiert verärgert: "Es ist erschreckend, dass so oft die gleichen grundsätzlichen Fehler gemacht werden. Hier wird der Radverkehr nicht nur schlicht ignoriert, hier wird er handfest gefährdet."

Zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren sind Geh- und Radwege im Findorfftunnel ohne weitere Ankündigung gesperrt worden. Ohne Vorwarnung und eine gut erkennbare Einfädelung wird hier der Radverkehr gemeinsam mit Autos, Bussen und Lkws auf der Fahrbahn durch den Tunnel geleitet. Besonders betroffen davon sind die großen Scharen von Schüler*innen die sich hier morgens im Halbdunkeln ihren Weg zum Alten Gymnasium improvisieren sollen. Sie müssen sich auf der engen Tunnelfahrbahn gegen den drängelnden und oft gefährlich eng überholenden Auto- und Busverkehr behaupten. Ein Hinweis für den Autoverkehr, sich in der gebotenen Zurückhaltung die Fahrbahn mit den Radfahrenden zu teilen, fehlt.

Immer wieder kritisiert der ADFC Baustelleneinrichtungen, bei denen zu wenig auf die Belange des Radverkehrs geachtet wird und fordert daher eine zentrale Stelle zur Baustellenkoordination und klare Richtlinien hinsichtlich von Radverkehrsführungen in Baustellen. Auf die Intervention des ADFC hat das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) eine sofortige Verbesserung zugesichert. Wir bleiben wachsam.