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Parteien-Check auf Fahrradfreundlichkeit

zur Bürgerschaftswahl im Land Bremen am 10. Mai 2015

Wie fahrradfreundlich sind sie denn?

Vor den Wahlen in Bremen und Bremerhaven wollte der ADFC von den wichtigsten Parteien wissen, ob und wie sie das Fahrradfahren in Bremen und Bremerhaven befördern/verbessern wollen. Sie waren aufgefordert, anzugeben, welchen der folgenden Aussagen sie zustimmen oder widersprechen.

Zustimmung wird durch ein Häkchen im grünen Feld ausgedrückt, Ablehnung durch ein Kreuzchen im roten Feld, ein Minuszeichen im gelben Feld bedeutet teilweise Zustimmung mit mehr oder weniger großen Einschränkungen.

Sie können die Fragen gerne nutzen, um ihre örtlichen Kandidat/innen auf Fahrradfreundlichkeit zu checken.

Aussage und Übereinstimmung

Wenn unsere Partei an der Regierung beteiligt ist, wird sie sich in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass ...

+ sag's kurz ...

Hier hatten die Parteien die Gelegenheit, Ihre verkehrspolitischen Schwerpunkte in Ihren eigenen Worten dazulegen (bis zu 500 Zeichen):

„UNSERE VERKEHRSPOLITIK“

SPD        Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Unser Ziel ist eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des Bremer Verkehrssystems – sowohl für den Öffentlichen Nahverkehr, den motorisierten Individual- und Wirtschaftsverkehr als auch für Radfahrende sowie für Fußgängerinnen und Fußgänger. Denn uns geht es darum, die Interessen der Bremerinnen und Bremer, die der Wirtschaft und die Belange des Umwelt- und Klimaschutzes in Einklang zu bringen.
Den Verkehrsentwicklungsplan werden wir daher Schritt für Schritt umsetzen.

 

GRÜNE      Bündnis 90/Die Grünen

Wir stehen für ein gutes Miteinander aller Verkehrsarten. Dabei wollen wir prioritär den Umweltverbund, bestehend aus Fahrradverkehr, Fußverkehr und möglichst elektrisch betriebenem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) fördern. Wir wollen die Car-Sharing Angebote ausweiten und alternative Antriebe fördern. Das Angebot des ÖPNV wollen wir verbessern und attraktiver gestalten. Schadstoffreiche, platz- und lärmintensive Mobilitätsformen wollen wir reduzieren. Dafür muss die Verteilung des Straßenraumes verändert werden. Der Radverkehr sollte sich den Straßenraum mit dem Autoverkehr und nicht mit FußgängerInnen teilen. Wir setzen uns für eine zügige Umsetzung des neuen Verkehrsentwicklungsplans ein. Ein zentrales Anliegen ist uns dabei die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Wir brauchen ein integriertes Verkehrssicherheitskonzept. Dazu gehören die Entschärfung von gefährlichen Kreuzungsbereichen, Verbesserung der Sichtbeziehungen, mehr Tempo 30 und ein stärkerer Einsatz von Piktogrammen.

 

CDU        Christlich Demokratische Union Deutschlands

Die CDU Bremen setzt sich ein für einen intelligenten und vernetzten Mobilitätsmix mit gleichberechtigten Verkehrsträgern aus motorisiertem Individualverkehr und dem Umweltverbund. Beim Umweltverbund liegt unser Augenmerk insbesondere auf der Stärkung des ÖPNV, da diese Maßnahmen eine besonders positive Kosten-Nutzen-Relation aufweisen. Zudem wollen wir das Radwegenetz qualitativ verbessern und bedarfsgerecht ausbauen sowie verkehrsträgerübergreifende Strategien vorantreiben.

 

DIE LINKE

Die Linke fordert eine ökologisch nachhaltige und soziale Verkehrspolitik. Ziel muss sein, Lärm, Luftverschmutzung und Stauproblematiken zu reduzieren. Dazu gehört, die fortdauernde Privilegierung des fossilen PKW-Verkehrs zu beenden und eine Neuausrichtung zu Gunsten von Radverkehr und ÖPNV vorzunehmen. Diese Neuausrichtung muss sich auch im Haushalt Bremens wiederspiegeln, wo der gesellschaftlich und ökologisch ohnehin schon ‚teure‘ PKW-Verkehr weiterhin die größten Etatposten bildet.

 

FDP        Freie Demokratische Partei

Die Freien Demokraten setzen sich für ein faires Nebeneinander aller Verkehrsträger ein. Eine einseitige Bevorzugung irgendeines Verkehrsmittels lehnen Freie Demokraten ab. Ein Tempolimit von 30 km/h in Bremen und Bremerhaven wollen wir dort, wo es die Sicherheit erfordert. Freidemokraten machen sich für den Erhalt der Infrastruktur ein und fordern Straßen, Rad- und Fußwege zu sanieren.

 

PIRATEN       Piratenpartei Deutschland

Wir wollen den fahrscheinlosen ÖPNV als attraktive soziale und einfache Alternative zum Auto, um Emissionen, Lärm und Unfallgefahr zu minimieren. Die Fahrradmitnahme im ÖPNV soll sofort kostenlos sein. Busse und Bahnen sind dafür neu zu kaufen/zu ertüchtigen. Wir wollen Autofahrer nicht behindern oder umerziehen sondern die Stadt für Fahrrad- und ÖPNV-Nutzer attraktiver machen. (Höhere Taktung des ÖPNV, mehr Fahrradparkplätze, Bike and Ride, E-Bike-Verleih, schnellere Radwege, mehr Shared Space)

 

DIE PARTEI      Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative

Unsere Verkehrspolitik: Verkehrspolitik muss Spaß machen – alle rauf aufs Rad!

 

TIERSCHUTZPARTEI      Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Aus Gründen des Umweltschutzes muss das Ziel einer modernen Verkehrspolitik sein, es den Menschen zu ermöglichen, überall dort wo es sinnvoll ist, auf den motorisierten Individualverkehr zu verzichten und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Wichtiger Bestandteil hierbei ist die Aufklärung der Bürger, um ein Umdenken zu erzeugen. Bei baulichen Massnahmen ist darauf zu achten, für alle Verkehrsteilnehmer einen höchstmöglichen Verkehrsfluss zu gewährleisten, um für eine Wiederbelebung der Innenstädte zu sorgen.

© ADFC 2010