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27.05.2020 18:28 Alter: 122 days

Fahrraddemonstration „Verkehrswende statt Abwrackprämie!“


Attac Bremen, ADFC Bremen, BUND Bremen, einfach.einsteigen, Fuss e.V., VCD Bremen, KlimaWerkStadt, LAG Umwelt der Linken Bremen und Kidical Mass Bremen protestieren gegen Subventionen für Autokonzerne.

  • Freitag, 29. Mai, 15 Uhr ab Marktplatz Bremen

Aus Protest gegen die drohenden Subventionen für die Autoindustrie zeigt sich ein breites Bremer Verkehrswendebündnis am Freitag laut, bunt und kreativ auf der Straße. Die Fahrraddemonstration steht unter dem Motto "Keine Kohle für Klimakiller! Verkehrswende statt Abwrackprämie!". Los geht es um 15 Uhr auf dem Marktplatz. Die Hygiene- und Abstandsregeln werden eingehalten.

Nach Ansicht der Organisator*innen ist es angesichts des drohenden Klimakollapses nicht nur absurd, sondern auch dreist, weitere Steuermilliarden in die Förderung des individuellen Autoverkehrs zu stecken. Statt eine Dinosaurierindustrie zu fördern, müssen öffentliche Verkehrsmittel mit staatlichem Geld ausgebaut werden. Bremen und viele andere Kommunen haben wegen Corona damit zu kämpfen, Bus und Bahn weiter zu finanzieren. Umso dringender müssen sie unterstützt werden. Geld für Öffis statt für Autos!

Nachdem die Politiker*innen auf dem virtuellen Autogipfel am 5. Mai das Thema Abwrackprämie noch vertagt hatten, drängen die Autolobby und die Ministerpräsidenten der "Autoländer" die Bundesregierung nun zu einer Entscheidung über Kaufanreize. Dabei ist Verkehr der drittgrößte Emittent von Treibhausgasen in Deutschland, Tendenz steigend. Der Großteil stammt aus dem individuellen Autoverkehr. Um das 1,5 Grad-Klimaziel zu erreichen, muss dieser radikal eingeschränkt werden.

Aus Sicht der Beteiligten bietet die gegenwärtige Krise eine Chance, endlich das System der Mobilität sozialökologisch umzugestalten. Angst vor einem Umbau der Autoindustrie ist unbegründet: Die Autokonzerne können in Teilen zu klimagerechten Mobilitätskonzernen für Busse und Bahnen umgebaut werden. Ausbau und Betrieb des erweiterten öffentlichen Verkehrs schafft zusammen mit dem riesigen Arbeitskräftebedarf in der Pflege oder im Handwerk zusätzlich Arbeit. Zusammen mit einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung ist so eine klimagerechte soziale Sicherung für die Beschäftigten möglich.

Schon vor Tagen hat der ADFC Bundesverband unter dem Motto "Mobilitätsprämie für alle" eine gerechtere, klimaschonendere und auch menschenfreundlichere Alternative aufgerufen. Gerade der Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr braucht jetzt und in Zukunft mehr Platz, mehr Planungskapazität und letztendlich auch mehr Geld, um Städte lebenswerter zu machen und die Teilhabe aller Bürger*innen - auch denen ohne Auto - an Mobilität zu ermöglichen.

Daher fordern wir als ADFC auf dieser gemeinsamen Demonstration #MehrPlatzFürsRad und #MobilPrämieFürAlle !