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< ADFC fordert Ausbau der Radwege und selbsterklärende Infrastruktur
14.02.2020 15:39 Alter: 222 days

Ein erster Schritt für mehr Platz: Anwohnerparken in Findorff und am Hulsberg


Foto: © ADFC Bremen

Die rot-grün-rote Koalition hat endlich eine Maßnahme vorgelegt, mit der sie gegen das Parkproblem in Bremer Wohnquartieren vorgehen will. In zwei Gebieten, am Hulsberg und Findorff-Bürgerweide, wird künftig das Anwohnerparken eingeführt. Der ADFC meint: Das war auch allerhöchste Zeit! Die Parksituation in den engen Straßen eskaliert besonders während Großveranstaltungen auf der Bürgerweide. Am Hulsberg sind es Pendler, die einen Parkplatz suchen. Aber auch steigende Zulassungszahlen für KFZ führen zu erhöhter Parkplatzknappheit.

Das Anwohnerparken kann deswegen ein erster Schritt sein, um gegen die Problematik vorzugehen. Im Schnitt stehen Autos 23 Stunden am Tag und nehmen zirka 12 Quadratmeter öffentlichen Raum ein, der spielenden Kindern, Fußgänger*innen und Radfahrenden somit nicht zur Verfügung steht.

Auch dürfen die Parkausweise deutlich teurer werden. Bei den angedachten 50 Euro für zwei Jahre beläuft sich die Parkgebühr letztendlich auf nur wenige Cent pro Tag. Eine Einladung, seinen Wagen möglichst lange stehen zu lassen und nicht, wie politisch erwünscht, dauerhaft auf andere Mobilitätsangebote umzusteigen.

Wie ADFC Bremen Landesgeschäftsführer Sven Eckert betont: "Es muss endlich aufhören, dass sich alle Verkehrsteilnehmer dem Auto unterordnen müssen. Die Straßen in der Stadt sind für die Menschen da und nicht für stehendes Blech."

Hier geht es zum Strategiepapier.