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11.02.2020 15:20 Alter: 225 days

ADFC und BGL appellieren an Kommunalpolitik und Transportbranche mehr Sicherheit für Radfahrende zu schaffen


Foto: © ADFC/Lehmkühler

Am Dienstag, den 11. Februar stellen der Fahrradclub ADFC und der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. ein gemeinsames Positionspapier zur Verhütung von LKW-Abbiegeunfällen vor.

Kollisionen beim Ein- und Abbiegen von Kraftfahrzeugen sind eine der häufigsten Unfallursachen für Radfahrende. Wenn Lastwagen beteiligt sind, führt das oft zu schwersten Verletzungen und Todesfällen. Diese gefährlichen Situationen können durch eine sichere Führung des Radverkehrs, im Speziellen an Kreuzungsbereichen entschärft werden. Die vom ADFC und BGL geforderten Maßnahmen sollen Abbiegeunfälle verhindern und politische und planerische Prozesse anstoßen, damit das Ziel der „Vision Zero“ – also keine Verkehrstoten und keine Schwerverletzten mehr - Wirklichkeit wird.

Der Forderungskatalog umfasst unter anderem die räumliche Trennung zwischen LKW und Radverkehr, getrennte Ampelschaltungen und den verpflichtenden Einbau des Abbiegeassistenten. Sven Eckert, Geschäftsführer beim ADFC Bremen erinnert in diesem Zusammenhang an den tödlichen Unfall am Brill vor etwa zwei Jahren: „ Die Art, wie Kreuzungen in Bremen gestaltet sind und die gleichzeitige Grünphase für Rad- und Autoverkehr führt zu schweren Abbiegeunfällen, die jährlich deutschlandweit 30 bis 40 Menschen das Leben kosten. Deswegen muss eine Kreuzung einfach und selbsterklärend für alle Verkehrsteilnehmer sein. Gefährliche Knotenpunkte, wie zum Beispiel die Brillkreuzung, müssen sofort entschärft werden.“

Das gemeinsame Positionspapier von ADFC und BGL können Sie hier nachlesen.