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08.08.2019 12:39 Alter: 10 days

Der ADFC will’s wissen: der ADFC-Mängelmelder startet


Im Anwesenheit von Medienvertretern stellen ADFC Landesgeschäftsführer Sven Eckert und Joachim Lohse (Grüne), Senator für Umwelt, Bau und Verkehr den neuen Mängelmelder gemeinsam vor. Foto: © ADFC Bremen

Ab sofort können alle Rad fahrenden Bremerinnen und Bremer die verschiedenen Mängel, die sie auf ihren Wegen durch die Stadt an Radwegen, Schildern, Ampeln etc. bemerken, über den ADFC-Mängelmelder an den Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs melden. Finanziell gefördert wird das Projekt vom Bremer Senator für Umwelt, Bau und Verkehr.

Zu finden ist der ADFC-Mängelmelder ab sofort unter https://adfc-bremen.mängelmelder.de

Zwar hat Bremen beim bundesweiten ADFC-Fahrradklimatest bei Großstädten über 500.000 Einwohnern den ersten Platz belegt, doch es gibt noch viel Luft nach oben. Daher will es der ADFC Bremen jetzt genauer wissen: An welchen Stellen läuft es für die Rad fahrenden Bremerinnen und Bremer besonders unrund? Wo wird die Radfahrfreude arg gedämpft, wo ist es unsicher?

Über eine Webseite, die auch für Smartphones geeignet ist, können nun Mängel in der Radverkehrsinfrastruktur an den ADFC gemeldet werden, ganz konkret, auch per Handy von unterwegs. Die Daten laufen beim ADFC zusammen, werden gesammelt, ausgewertet und dann an die zuständigen Stellen der Stadt weitergegeben.

Die Daten sind anonymisiert - die Telefonnummer wird nicht automatisch übertragen. Die gesamte EDV basiert auf einem etablierten System, dass bei der Bremer Stadtreinigung bereits seit Jahren im Einsatz ist.

Sven Eckert, Landesgeschäftsführer: "Der ADFC setzt sich dafür ein, dass alle Menschen von 8 bis 80 Jahren sicher und bequem Fahrrad fahren können. Daher starten wir am 08.08. eine Plattform, auf der alle Radfahrenden uns ganz direkt und einfach die Stellen melden können, die das Radfahren in Bremen unsicher und unbequem machen. Damit erhoffen wir uns im Laufe des Projekts ein ziemlich vollständiges Bild zu erhalten, wo und warum die Bremer bestimmte Infrastruktur als störend, als radfahrhemmend empfinden. Mit diesen Daten können wir uns dann noch punktgenauer für eine radfahrfreundliche Infrastruktur und ein lebenswertes Bremen einsetzen."

Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr: "Mit dem Deutschen Fahrradpreis 2018, dem Spitzenplatz beim ADFC-Fahrradklimatest 2019 und zuletzt dem guten Abschneiden beim internationalen Copenhagenize Index der attraktivsten Fahrradstädte haben unsere Anstrengungen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur zuletzt einige Anerkennung erfahren. Doch darauf dürfen und wollen wir uns nicht ausruhen. Deshalb investieren wir weiter in Fahrradpremiumrouten und Weserbrücken, wir müssen uns aber verstärkt auch um den Bestand kümmern. Denn oft sind es Kleinigkeiten, die das Radfahren mühsam und auch unsicher machen. Der Mängelmelder kann dabei helfen, diese Dinge zu beheben."

Der ADFC Bremen freut sich, dieses Projekt mit Unterstützung des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr umsetzen zu können. Das Projekt hat eine Laufzeit von 2 Jahren, die Höhe der Förderung durch das Umweltressort beträgt 20.000 Euro.