header
< Breminale – Bügel weg, Fahrrad auch?
10.07.2019 10:25 Alter: 69 days

ADFC und Verkehrsressort starten Fahrradabstandskampagne


(v.l.n.r.) Sven Eckert (Landesgeschäftsführer vom ADFC Bremen), Dr. Georg Grunwald (Geschäftsführer Umweltbetrieb Bremen) und Verkehrsstaatsrat Ronny Meyer beim Start der Fahrradabstandskampagne in Bremen. Foto: © Pressestelle SUBV

Sven Eckert (Landesgeschäftsführer vom ADFC Bremen) links und Albrecht Genzel (Vehrkehrsreferent beim ADFC Bremen). Foto: © Pressestelle SUBV

700 städtische Autos werden mit Hinweisen beklebt

Verkehrsstaatsrat Ronny Meyer hat am Dienstag, den 9. Juli zusammen mit Sven Eckert, Landesgeschäftsführer vom ADFC Bremen, den Startschuss für die Unterstützung der Fahrradabstandkampagne des ADFC gegeben. Zusammen beklebten die beiden symbolisch ein Fahrzeug des Umweltbetriebs Bremen (UBB) mit dem Hinweisaufkleber, dass PKW beim Überholen von Fahrradfahrenden einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten sollten.

"Wir unterstützen die Abstandskampagne des ADFC und weisen gerne auf unseren eigenen Fahrzeugen auf den Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern beim Überholen hin. Gerade die aktuellen bundesweiten Unfallzahlen für Radfahrer zeigen, dass wir bei der Verkehrssicherheit noch erheblichen Nachholbedarf haben", so Ronny Meyer, Verkehrsstaatsrat. Insgesamt werden rund 700 Fahrzeuge der Stadt mit entsprechenden Hinweisen beklebt. An der Aktion beteiligen sich: Umweltbetrieb Bremen, GEWOBA, Amt für Straßen und Verkehr (ASV), Cambio Carsharing, Die Bremer Stadtreinigung, Immobilien Bremen, BSAG und swb AG.

"Wir freuen uns über die breite Unterstützung der Abstandskampagne und hoffen, dass die Aufkleber zu mehr Sensibilität beim Überholen von Radfahrenden führen", so Sven Eckert, Landesgeschäftsführer des ADFC Bremen. "Leider wissen viele Verkehrsteilnehmenden nicht, dass Radfahrende einen 80 Zentimeter breiten Mindestabstand zu parkenden Autos am Fahrbahnrand einhalten sollten und dass von überholenden Kraftfahrzeugen ein Sicherheitsabstand von 1,5 Meter nicht unterschritten werden darf. Das führt oftmals nicht nur zu einer konkreten Gefährdung, sondern auch zu einem starken Unsicherheitsgefühl bei den Radfahrenden."
Bremen hat sich auch auf Bundesebene erfolgreich für die Verbesserung des Radverkehrs eingesetzt und war gemeinsam mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sehr aktiv in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO) und hat dort wichtige Punkte für mehr Verkehrssicherheit des Radverkehrs eingebracht, wie zum Beispiel:

  • Die Festschreibung eines ausreichenden Mindestabstands zum Überholen von Radfahrenden
  • Neue Kriterien für die leichtere Einführung von Fahrradstraßen
  • Die generelle Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr
  • Die Aufhebung des Hintereinanderfahr-Gebotes.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich an der Aktion beteiligen: Am Empfang im Dienstgebäude des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr im Siemenshochaus an der Contrescarpe 72 liegen noch rund eintausend weiß-schwarze Aufkleber bereit, die sie sich für ihre privaten Pkw abholen können.