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21.06.2019 16:37 Alter: 149 days

Rund 200 Bremerinnen und Bremer demonstrieren für mehr Radverkehr – ADFC und BUND fordern konkrete Zusicherung von Verhandlungskommission


Die Landesvorsitzenden von ADFC (Bonnie Fenton) und BUND (Dieter Mazur) fordern mehr Radverkehr für Bremen. Foto: © ADFC Bremen

Vor der Bürgerschaft sammeln sich rund 200 Demonstrant*innen. Foto: © ADFC Bremen

Mit dem ADFC-Streifen schaffen die Verbände symbolisch mehr Platz fürs Rad auf dem Bremer Marktplatz. Foto: © ADFC Bremen

Am Freitag, den 21. Juni sind rund 200 Bremerinnen und Bremer dem Aufruf vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gefolgt, gemeinsam für bessere Fahrradinfrastruktur und konsequente Radverkehrsförderung in ihrer Stadt zu demonstrieren. Mit einem Klingelkonzert auf dem Bremer Marktplatz verschafften die Teilnehmenden ihren Forderungen Gehör, während zeitgleich die rot-grün-rote Verhandlungskommission über die zukünftige Klimapolitik Bremens in der Bremer Bürgerschaft verhandelte.

"Wir haben es satt, dass mit einer autofixierten Verkehrspolitik unser Klima ruiniert wird", äußert sich Dieter Mazur, Landesvorsitzender des BUND in Bremen, auf der Kundgebung am Marktplatz. "Die Zerstörung von Klima, Boden, Luft und Wasser sowie der unsägliche Flächen- und Ressourcenverbrauch durch eine Verkehrspolitik von vorgestern müssen endlich gestoppt werden! Dazu brauchen wir eine echte Verkehrswende."

Auch Bonnie Fenton, Vorsitzende im ADFC-Landesverband Bremen, richtete deutliche Worte an die Bremer Politik: "Wir fordern, dass endlich in den Rad- und Fußverkehr investiert wird - und zwar 36 € pro Person und Jahr - auf einer Ebene mit Kopenhagen, wo wir hingehören."

Hintergrund Positionspapier "Mehr Radverkehr - Für Klimaschutz und Lebensqualität"

Angesichts steigender Feinstaub- und Stickoxid-Belastung in unseren Städten, wachsender Staus und schwindenden öffentlichen Raums wird das Fahrrad mehr und mehr zum Schlüsselelement zukunftsfähiger Mobilität. Im Vorfeld der Bremer Bürgerschaftswahl 2019 hatten sich ADFC und BUND zusammengeschlossen und ihre Kernforderungen an die zukünftige Bremer Regierung in einem Positionspapier festgehalten.

Dazu zählen:

  • Zügige Realisierung von drei der insgesamt neun bereits 2014 im Verkehrsentwicklungsplan verabschiedeten Fahrradpremiumrouten bis 2023.
  • Systematische Verbesserung und Ausbau des existierenden Radwegenetzes
  • Bau der Weserquerungen Piepe-Altenwall & Habenhausen-Hemelingen
  • Erhöhung des jährlichen Radverkehrsetats auf 20 Mio. € (36 € pro Einwohner / Jahr)
  • Schaffung acht zusätzlicher Vollzeitstellen im Verkehrsressort & Amt für Straßen und Verkehr

ADFC und BUND fordern die politisch Verantwortlichen auf, diese Forderungen umzusetzen und damit ein deutliches Zeichen für die Verkehrswende zu setzen.

Das gesamte Forderungspaket finden Sie auf den regionalen Webseiten des ADFC und BUND.