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02.05.2019 12:54 Alter: 22 days

Endlich Fortschritte an der Kennedybrücke - ADFC trifft Bremerhavener Oberbürgermeister Grantz


Foto: © ADFC Bremen

In den letzten Wochen sorgte in Bremerhaven eine Bürgerinitiative für Aufruhr, die mit einem offenen Brief und mittlerweile über 1.500 Unterschriften die Einrichtung eines Fahrradstreifens auf der neu gestalteten Kennedybrücke forderte. Während Autos dort nämlich auf sechs Streifen fahren dürfen, wurde der Radverkehr zusammen mit dem Fußverkehr auf einen viel zu engen Bordstein verlegt. Dabei erhielt die Bürgerinitiative viel Zustimmung von Seiten der Bremerhavener Bürger*innen und sorgte für angeregte Diskussionen, nicht zuletzt in vielen Bremerhavener Medien.

Bürgermeister Grantz lädt ADFC ein
Die Forderungen wurden nun auch von Bremerhavener Oberbürgermeister Grantz aufgenommen, der ADFC-Mitglied und Initiator der Bürgerbewegung Dr. Hans Joachim Schmeck-Lindenau sowie weitere ADFC-Vertreter am 24. April zu einer Diskussionsrunde einlud. In einer knapp 75-minütigen Diskussionsrunde wurde gemeinsam mit SPD-Fraktionsvorsitzendenden Sönke Allers und Torsten Raschen von der CDU ein Vorschlag erarbeitet, der für die Zeit der Sperrung der Alten Geestebrücke (von Mai bis November 2019) eine Zwischenlösung vorsieht: Auf dem Gehweg, den sich Rad- und Fußverkehr derzeit teilen müssen, soll zunächst ein provisorischer Trennstreifen aufgetragen werden.

Einjährige Testphase mit Fahrradstreifen
Nach der Übergangslösung folgt eine einjährige Testphase mit einem Fahrradstreifen auf der sechsspurigen Kennedybrücke, für die der jeweils äußere Fahrbahnstreifen umgewidmet wird. Nach entsprechender Evaluation wird dann endgültig über die Beibehaltung des Fahrradstreifens oder eine Rückumwandlung entschieden.

Diesem Vorschlag stimmten alle Beteiligten, zuletzt auch die CDU nach interner Debatte auf ihrer Fraktionssitzung am 30. April zu (unter Vorbehalt eines Abbruchs der Testphase im Falle eines schweren Unfalls). Der ADFC unterstützt die Bürgerinitiative und fordert, dass die Empfehlungen des Radverkehrsgutachtens umgesetzt werden und eine gute und sichere Lösung für den Radverkehr geschaffen wird.