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04.04.2019 12:56 Alter: 109 days

500.000 Radfahrende auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke – Rund 35% Zuwachs des Radverkehrs im 1. Quartal


Fahrradzähler Wilhelm-Kaisen-Brücke. Foto: © ADFC Bremen

Am Freitag, den 29. März hat der Fahrradzähler an der Wilhelm-Kaisen-Brücke die Halbe-Million-Marke überschritten - so früh im Jahr wie noch nie. "Mehr als 500.000 Menschen auf Fahrrädern statt im Auto - das ist ein großartiger Beitrag zum Klimaschutz! Damit legt der Radverkehr mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahr und 50% gegenüber den Werten von 2017 zu" stellt Sven Eckert, Geschäftsführer des ADFC Bremen, fest. Die hohe Anzahl an Rad fahrenden Menschen zeigt aber auch deutlich: Der vorhandene Radweg ist für die vielen Radfahrenden einfach zu schmal. Immer wieder kommt es auf dem engen Raum zu stressigen und gefährlichen Situationen. Daher fordern ADFC und auch der BUND Bremen nachdrücklich eine weitere innerstädtische Weserquerung für Rad- und Fußverkehr. "Mit einer neuen Brücke von der Neustadt bis zum Altenwall werden sich noch mehr Menschen aufs Fahrrad trauen, denen der schmale Radweg jetzt zu gefährlich ist. Und weniger Wege mit dem Auto sind gut für die anderen Autofahrer, weil es weniger Staus gibt und es gut für das Stadtklima und steigert so die Lebens- und Aufenthaltsqualität der Innenstadt" sagt Eckert.
"Während der Bundesverkehrsminister eine Milliarde Euro in Elektroautos stecken möchte, was den Stau nicht um einen Meter verringert, könnte mit 10 Millionen Euro für die neue Brücke eine große Entlastung des Stadtverkehrs erzielt werden" sagt Eckert zur Finanzierung.

Der Bau zusätzlicher Weserquerungen ist fester Bestandteil des 2014 von der Bürgerschaft verabschiedeten Verkehrsentwicklungsplans (VEP) für Bremen. 90 Prozent der Kosten für eine Brücke könnten über Bundesmittel finanziert werden - Gelder, die derzeit ungenutzt liegen bleiben. Der ADFC fordert, endlich die vereinbarten Maßnahmen des VEPs umzusetzen. "Die Brücken sind längst beschlossene Sache", so Eckert. "Wie sollen sich die Bürgerinnen und Bürger auf ihre politischen Vertreter verlassen können, wenn sie nachweislich Versprechungen nicht einhalten?"