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11.02.2019 16:58 Alter: 72 days

Grüner Pfeil – Auto nein, Fahrrad ja!


Foto: © ADFC Bremen

Foto: © ADFC Bremen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Bremen unterstützt die Forderung der Bremer Grünen nach Abschaffung des grünen Pfeils für den motorisieren Verkehr. "Nach Untersuchungen der Unfallforschung der Versicherer hat der grüne Pfeil in seiner jetzigen Form keine nennenswerten Vorteile für den Verkehrsfluss", so Sven Eckert, Landesgeschäftsführer des ADFC in Bremen. "Ganz im Gegenteil: Durch den grünen Pfeil werden Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, von abbiegenden Fahrzeugen behindert und gar gefährdet. Wir halten dieses Verkehrszeichen für überflüssig und fordern dessen generelle Abschaffung in Bremen."

Anders sieht es mit dem grünen Pfeil für Radfahrende aus: Der ADFC Bremen beobachtet mit großem Interesse die Pilotprojekte in den neun deutschen Städten, in denen der grüne Pfeil fürs Fahrrad versuchsweise eingeführt wurde. "Wir erwarten mit Freude erste Berichte - positive Erfahrungen gibt es bereits aus Ländern wie Frankreich, Belgien und den Niederlanden, in denen der grüne Pfeil fürs Fahrrad schon länger erprobt ist", so Eckert. "Wir bedauern, dass Bremen sich nicht ebenfalls an diesem Pilotvorhaben beteiligt hat und fordern, schnellstmöglich nachzuziehen". Eine geeignete Stelle für solch ein Verkehrszeichen wäre beispielhaft die neue Ampel in Richtung Herdentor vom Bahnhof aus kommend: Hier wird der Radverkehr rechts auf einen separaten Fahrradstreifen geführt - die abbiegenden Radfahrenden kämen also nicht in Konflikt mit den geradeaus-fahrenden PKW. Grundsätzlich gilt aber auch beim Fahrrad: Mit einem grünen Pfeil dürfte man auch bei Rot rechtsabbiegen, aber nur wenn man zuvor angehalten hat und andere Verkehrsteilnehmer*innen dadurch nicht behindert oder gefährdet werden.