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11.10.2018 14:52 Alter: 6 days

Zwei Millionen Radfahrende auf Wilhelm-Kaisen-Brücke – Zählstelle mit neuem Rekord


Zweimillionen Radfahrer auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke – so früh im Jahr wie noch nie! Foto: ©ADFC Bremen

ADFC-Vorsitzende Bonnie Fenton vor der Fahrradzählanlage. Foto: ©ADFC Bremen

Am Donnerstag, 11. Oktober hat die Fahrradzählstelle auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke um 16 Uhr die Zwei-Millionen-Marke überschritten - so früh im Jahr wie noch nie seit Installation der Messanlage im Jahr 2011. Zum selben Zeitpunkt zählte die Brücke 2017 noch 265.000 Radfahrende weniger. "Wir sind begeistert, dass die Zahl der Menschen, die mit dem Rad aus dem Bremer Süden die Innenstadt aufsuchen, enorm zugenommen hat", äußert sich Sven Eckert, Landesgeschäftsführer des ADFC in Bremen. "Es verdeutlicht aber auch den hohen Bedarf weiterer Weser-Querungen für den Fuß- und Radverkehr. Der Radweg dort ist viel zu schmal, die Wilhelm-Kaisen-Brücke kommt an ihre Grenzen. Wir fordern, dass die 2014 im Verkehrsentwicklungsplan verabschiedeten Brücken nun endlich gebaut werden!"

Das Konfliktpotenzial der Wilhelm-Kaisen-Brücke wird im Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder offensichtlich: 2017 kam es hier bereits zu 14 Unfällen mit Personenschaden unter Fahrradbeteiligung. Es kann von etlichen weiteren Vorfällen ausgegangen werden, die im Atlas nicht aufgeführt werden oder nie gemeldet wurden. Weitere Brücken über die Weser würden nicht nur zu einer Entlastung bestehender Weser-Querungen führen, sondern zusätzlich Stadtteile verbinden, Wegstrecken kürzen, die Sicherheit erhöhen und ein deutliches Signal für nachhaltige Mobilität in Bremen setzen. "Noch können bis zu 90 Prozent der Kosten über den Bund finanziert werden", erklärt Eckert. "Beim knappen Bremer Haushalt ist es unverständlich, warum solche finanziellen Möglichkeiten nicht genutzt werden."