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< ADFC auf Kunst-Route in Bremen-Nord
09.10.2018 11:30 Alter: 64 days

Mit Sicherheit in die Stadt – Verbesserungen endlich in Sicht


„Hier wird es brenzlig – Bald sollen Querungshilfen beim kreuzen helfen“. Foto: © ADFC Bremen

„Mehr Platz fürs Rad am Herdentor“. Foto: © ADFC Bremen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Bremen begrüßt ausdrücklich die Umsetzung der lang geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in der Bremer Innenstadt. "Wir freuen uns, dass die Tore zur City endlich aufgewertet werden", sagt ADFC-Landesgeschäftsführer Sven Eckert. "Tausende von Menschen fahren täglich mit dem Rad in oder durch die Bremer City, weitere Tausend gehen zu Fuß. Die Wege für umweltfreundliche Verkehrsteilnehmer*innen sind jedoch oftmals mühsam und eng, obwohl Innenstädte maßgeblich von nachhaltiger Mobilität profitieren: Weniger Lärm, weniger Schmutz, weniger Staus und mehr Sicherheit. Durch die sich im Bau befindenden Maßnahmen am Herdentor und an der Bürgermeister-Smidt-Brücke können Pendlerinnen und Pendler bald sicher und komfortabel die Innenstadt erreichen!

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft entzerrt sich die Situation auf der Hauptroute vom Bahnhof in die Innenstadt: Durch die Trennung von Fuß- und Radverkehr und Umwidmung einer Fahrspur zu einem Radfahrstreifen genießen sowohl Fußgänger*innen als auch Radfahrende bald deutlich mehr Platz am Herdentor. Wo es vorher täglich zu Konflikten kam, können nun beide Verkehrsarten friedlich koexistieren. Davon profitieren nicht nur die Verkehrsteilnehmer*innen selbst, sondern auch die Gewerbetreibenden der City, da die Touristenströme vom Bahnhof nun erstmals stressfrei die Innenstadt erreichen.

Am Unfallschwerpunk Brill, wo in diesem Jahr bereits zwei Personen verstorben sind und wo gerade zum Schlachtezauber tausende Menschen im Dunkeln die Straße kreuzen, sollen neue Querungshilfen bald zu mehr Sicherheit führen. Auch auf der anderen Seite der Brücke soll die Querung am Deich mit Inseln vereinfacht werden. "Es ist dringend erforderlich, dass die schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen an diesen Kreuzungen wirksamer geschützt werden", so Eckert. "Die aktuellen Beschwerden der Handelskammer zur Baustellensituation sind unverständlich. Da werden endlich Maßnahmen zur besseren Erreichbarkeit, zur Attraktivität und insbesondere zu höheren Sicherheit der Innenstadt in Angriff genommen und man beschwert sich über temporäre Einschränkungen im Geschäft. Die Sicherheit muss in solchen Fällen immer vorgehen! Natürlich sind Baustellen lästig, aber nun mal notwendig, wenn sich etwas ändern soll. Wir freuen uns, dass Bremen mit konkreten Schritten nachhaltige Mobilität fördert und damit eine lebenswerte und menschenfreundliche Innenstadt schafft."