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17.05.2018 11:10 Alter: 89 days

Verkehrswende braucht den Umweltverbund – ADFC unterstützt Positionspapier der Grünen-Bürgerschaftsfraktion


Fahrradmitnahme VBN, Foto: ©ADFC Bremen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bremen zeigt sich erfreut über das am 14. Mai veröffentlichte Positionspapier der Grünen-Bürgerschaftsfraktion zur Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs. "Wir begrüßen, dass sich das Papier nicht ausschließlich mit dem Ausbau und der Stärkung des ÖPNV in Bremen beschäftigt, sondern auch die multimodalen Schnittstellen zum Rad- und Fußverkehr bedenkt", erläutert Sven Eckert, Geschäftsführer des Bremer ADFC. "Eine Verkehrswende kann in Bremen nur erreicht werden, wenn der Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) als Ganzes betrachtet und aufeinander abgestimmt wird - das Rad spielt hierbei ebenfalls eine entscheidende Rolle, nicht zuletzt als Zubringer zur nächsten Haltestelle."

Infrastrukturen wie Rad- und Fußwege, Taktung und Preis des ÖPNV, Fahrradabstellanlagen und -mitnahmemöglichkeiten müssen ein attraktives Angebot bilden, damit die Bürgerinnen und Bürger das Auto stehen lassen und den Umweltverbund nutzen. Bislang sind die Hälfte aller Autofahrten unter 5 Kilometer lang - eine Strecke, die mit dem Rad meist problemlos und sogar schneller zu erreichen wäre. Dafür müsste das Radfahren angenehmer und stressfreier werden. Der ADFC fordert seit langem Infrastrukturen, auf denen alle Personen zwischen 8 und 80 Jahren sicher, zügig und komfortabel mit dem Rad in der Stadt unterwegs sein können.

Die Grundidee des Positionspapiers, den Menschen und nicht das Auto in den Mittelpunkt der Stadt- und Verkehrsplanung zu rücken, begrüßt der ADFC ausdrücklich. Dazu gehört das bereits zu Anfang des Jahres vom Bündnis Verkehrswende - zu dem auch der ADFC gehört - geforderte und im Positionspapier aufgegriffene flächendeckende Parkraummanagement. "Solange in Bremen dem 'stehenden Blech' eine höhere Wertschätzung eingeräumt wird als dem Menschen selbst, werden wir keine lebenswerte Stadt mit Aufenthaltsqualität und sicherem Verkehr", erläutert Eckert. "Erst durch die konsequente Umverteilung des öffentlichen Raums zugunsten des Umweltverbundes können wir einen ernsthaften Mobilitätswandel erzielen. Durch eine Verkehrswende reduzieren wir nicht nur Staus, Luftverschmutzung und Lärm, sondern schaffen auch Platz für eine lebenswerte Stadt."