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08.05.2018 16:41 Alter: 98 days

Baustellenumleitung am Findorff-Tunnel – Gefahrenzone für Radfahrende auf dem Schulweg


Foto: ©ADFC Bremen

Foto: ©ADFC Bremen

Am heutigen Dienstagmorgen ist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bremen mit Sprühkreide und Schablonen zum Thema Verkehrssicherheit am Findorff-Tunnel aktiv gewesen. Seit letzter Woche ist dort die eine Seite des Geh- und Radweges im Tunnel aufgrund einer Baustelle gesperrt. Statt den Radverkehr gesichert und mit den Autos bei verringertem Tempo auf die Fahrbahn zu führen, werden Personen auf dem Rad nun gezwungen, die Straße zu überqueren und den gegenüberliegenden Geh- und Radweg in beide Richtungen zu benutzen.

"Diese Umleitung ist inakzeptabel", so Sven Eckert, Geschäftsführer des ADFC Landesverband Bremen. "Hier kommt es gleich an mehreren Stellen zur Gefährdung von Radfahrenden und Fußgänger*innen." Zunächst müssen Personen, die auf dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind, zwei Fahrbahnen kreuzen, um auf den gegenüberliegenden Radweg zu gelangen. Dort ist der Radweg für eine beidseitige Befahrung viel zu eng und führt unweigerlich zu Konflikten zwischen Rad- und Fußverkehr. An der unübersichtlichen Kreuzung Findorffstr./ Kaufmannsmühlenkamp / Friedrich-Rauers-Str. befinden sich zudem keine Hinweise auf die Radfahrenden aus 'falscher' Richtung, sodass Autofahrende dort auch nicht mit Ihnen rechnen. Dies ist besonders kritisch, da der Tunnel an einer Hauptroute für Schüler*innen aus Findorff liegt.

Um auf diesen Missstand hinzuweisen und zur Gefahrenabwehr hat der ADFC Bremen heute früh eigenhändig Markierungen auf der Fahrbahn angebracht, die Autofahrende auf den kreuzenden Radverkehr hinweisen sollen. "Wir konnten der akuten Gefährdung dort nicht länger tatenlos zusehen", erklärt Eckert. "Wir fordern von den Verantwortlichen bei Baustellenumleitungen insbesondere auf die Verkehrsführung und Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen zu achten."