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02.02.2018 14:04 Alter: 15 days

Bremer Bündnis zur Verkehrswende fordert konsequentes Parkraummanagement


Aufgesetztes Parken auf Radwegen. Foto: ©Albrecht Genzel, ADFC Bremen

Am Montag, 29. Januar 2018 hat das Bremer Bündnis zur Verkehrswende sein Papier zur "Flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung in Bremen" veröffentlicht. Das Bündnis besteht aus den Bremer Regionalverbänden von ADFC, BUND, Fuß e.V. und VCD, die sich erstmals für ein spezielles Thema zur nachhaltigen Mobilität zusammen getan haben. In Ihrem Positionspapier fordern die Partner ein geregeltes und umfassendes Parkkonzept in Bremen, welches die Nutzung des Umweltverbunds (zu Fuß gehen, Radfahren, ÖPNV, Park&Ride und Carsharing) fördert und langfristig zu weniger Autoverkehr in der Stadt führen soll. Dies soll sowohl die Sicherheit als auch die Lebensqualität in Bremen fördern. Darüber hinaus führt es dazu, dass Flächen, die bislang bis zu 23 Stunden am Tag von Autos belegt werden, frei nutzbar werden und dem Allgemeinwohl zugutekommen.

9 Grundsätze für konsequente Parkraumbewirtschaftung:

  1. Der öffentliche Raum gehört allen Bürger*innen der Stadt. Als Parkplatz ist er viel zu kostbar. 
  2. Parken wird nur auf legalen Parkplätzen toleriert. Illegales Parken (auf Grünflächen, Geh- und Radwegen, an Einmündungen und Überfahrten) wird konsequent geahndet.
  3. Die Stellplätze im öffentlichen Raum werden schrittweise reduziert.
  4. Alle Parkplätze im öffentlichen Raum werden bewirtschaftet.
  5. Der Preis steigt mit der Nähe des Stellplatzes zum Zentrum und der Dichte des Quartiers.
  6. Parken im öffentlichen Raum ist teurer als Parken im Parkhaus. Das Parken im Parkhaus ist teurer als die Nutzung des ÖVPN.
  7. Kostenpflichtiges Anwohnerparken wird flächendeckend eingerichtet. Zweitwagen und Wohnmobile habe keine Parkberechtigung. Für Gäste ist die Parkdauer begrenzt. Für Dienstleister und Lieferanten werden Kurzzeitparkplätze eingerichtet.
  8. Der Umweltverbund (zu Fuß gehen, Radfahren, ÖVPN, Park&Ride und Carsharing) als attraktive Alternative zum eigenen Auto wird gestärkt.
  9. Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung werden zweckgebunden für den Umweltverbund und die Aufwertung des öffentlichen Raums eingesetzt.

 Den vollständigen Text des Positionspapiers finden Sie hier.

 

 


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