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25.07.2012 12:10 Alter: 7 yrs

Eine Million Radfahrer in sechs Monaten

Am 10. Juli passierte die millionste Radfahrerin in diesem Jahr die Fahrradzählstelle an der stark befahrenen Wilhelm-Kaisen-Brücke.


Foto: Thomas Kirpal. Klaus-Peter Land, überreichte Dagmar Goebbels ein Geschenkpaket im Wert von über 100 Euro

Klaus-Peter Land, Geschäftsführer des ADFC Bremen, überreichte Dagmar Goebbels als glücklicher Gewinnerin ein Geschenkpaket im Wert von über 100 Euro. „Das trifft genau die Richtige, ich habe mich bewusst gegen ein Auto entschieden“, sagte Dagmar Goebbels. Sie macht alle Wege in der Stadt mit dem Rad und war hoch erfreut über das Belohnungspaket.

Die Fahrradzählstelle ist im September 2011 nach Kopenhagener Vorbild auf der Brücke kurz vor dem Franziuseck eingerichtet worden. Sie zählt alle passierenden Radfahrer und soll anschaulich zeigen, wie bedeutend das Verkehrsmittel Fahrrad in Bremen ist.

Klaus-Peter Land: „“Wir sind sehr froh über diese positive Überraschung nach 190 Tagen und hoffen, sie motiviert alle Beteiligten zu mutigen Entscheidungen für die künftigen Fahrradplanungen wie Radschnellverbindungen und insgesamt mehr Platz für den Radverkehr auf Bremens Straßen.“

Bis Ende 2011 kamen etwas über 500.000 Radfahrer an der Zählstelle vorbei, im ersten Halbjahr 2012 (plus neun Tagen) sind es nunmehr eine Million. Hinzu kommen noch etwa 600.000 Radfahrer, die auf der anderen Seite der Brücke durch einen verborgenen Zähler seit Januar ebenfalls gezählt wurden. Weitere Zählstellen erfassen seit Anfang 2011 den Radverkehr an verschiedenen Stellen in der Stadt, die Daten laufen in der Verkehrsmanagement-Zentrale beim Amt für Straßen und Verkehr zusammen.

Klaus-Peter Land unterstrich das Eigeninteresse der Radfahrer an besserer öffentlicher Wahrnehmung des Radverkehrs: „Wir sagen schon länger: Die Radfahrer in Bremen werden unterschätzt und nicht ernst genug genommen. Etwa eine Million Passagen hätten wir optimistisch vielleicht in acht bis zehn Monaten erwartet – wir sind sehr froh über diese positive Überraschung nach 190 Tagen und hoffen, sie motiviert alle Beteiligten zu mutigen Entscheidungen für die künftigen Fahrradplanungen wie Radschnellverbindungen und insgesamt mehr Platz für den Radverkehr auf Bremens Straßen.“