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< Mit dem Rad zur Arbeit – Gewinner 2009
08.12.2009 09:27 Alter: 11 yrs

Friedehorst ist eine außerordentlich fahrradaktive Stiftung


von links: ADFC-Vorsitzender Ludger Koopmann, Jörg Twiefel von der AOK, der Technische Leiter der Stiftung Friedehorst Jörg Schukat und Staatsrat Wolfgang Golasowski; Foto: Hannah Grundey

Staatsrat Wolfgang Golasowski zeichnete am Freitag, 4. Dezember 2009 die Stiftung Friedehorst als „Fahrradaktiven Betrieb 2009“ aus. Gemeinsam mit dem ADFC-Vorsitzenden Ludger Koopmann und Jörg Twiefel von der AOK überreichte er dem Technischen Leiter der Stiftung, Jörg Schukat, eine Anerkennungsurkunde für den Betrieb, einen Edelstahl-Fahrradständer mit Organisations-Aufdruck und als Belohnung für die Mitarbeiter/innen einen Gutschein für eine exklusiv vom ADFC organisierte Betriebs-Radtour.

67 Betriebe hatten sich um die im Rahmen dieser Aktion vom Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa ausgelobten drei Sonderpreise für “Fahrradaktive Betriebe“ beworben. Einen davon hat die Stiftung Friedehorst in Bremen-Lesum wegen ihres besonderen Engagements für Beschäftigte und Rad fahrende REHA-Patienten gewonnen.

Die 1947 gegründete Stiftung Friedehorst, die in enger Verbindung zur Bremischen Evangelischen Kirche steht, ist eine anerkannte karitative Einrichtung, die ausschließlich wohltätigen Zwecken dient. Sie umfasst Einrichtungen für ältere und behinderte Menschen, ein Berufsförderungswerk und ein Neurologisches Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Insgesamt sorgen rund 1.400 Mitarbeitende für 2.500 Menschen. Damit ist Friedehorst einer der größten Arbeitgeber in Bremen-Nord.

Die Stiftung hat die Jury vom gelebten Mobilitätsalltag überzeugt.
57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 19 Teams hatten an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ teilgenommen. Viele leitende Mitarbeiter gehen mit gutem Beispiel voran und fahren mit dem Rad zur Arbeit.
Da das Stiftungsgelände mit 275.000 qm sehr groß ist, kommen als Hauptverkehrsmittel selbstverständlich Diensträder zum Einsatz, die auch für Werkzeug- und Materialtransporte genutzt werden. In allen Abteilungen stehen Fahrräder, Drei- und Spezialräder für den sofortigen Gebrauch für Beschäftigte und Patienten bereit.

In der eigenen Fahrradwerkstatt werden Diensträder gewartet und gespendete Räder als Dienst- oder Leihräder für Angehörige von Patienten aufgearbeitet. Dort erhalten auch Beschäftigte bei nötigen Reparaturarbeiten Unterstützung.
Die Mitarbeiter fahren nicht nur selbst mit dem Rad zur Arbeit, sondern beziehen das Radfahren in ihre Arbeit mit Patienten, Bewohnern und deren Angehörigen mit ein. So wird beispielsweise im Reha-Zentrum das Fahrradfahren zur Mobilitätserweiterung von Patienten mit Schädelhirn-Traumata und Erkrankungen des ZNS gezielt eingesetzt.

Auf dem geländeeigenen Geschicklichkeits-Parcours wird mindestens einmal jährlich in Kooperation mit Polizei und Landesverkehrswacht ein Geschicklichkeits-training durchgeführt. Darüber hinaus werden Patienten in der physio-therapeutischen Abteilung als Athleten für die Special Olympics, für die Vattenfall Special Classics oder für die Weser-Inlinetour trainiert.
Außerdem werden Fahrrad-Betriebsausflüge und ein jährlicher Triathlon angeboten.

Das war Grund genug für den Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, dieses außerordentliche Engagement mit dem Sonderpreis „Fahrradaktiver Betrieb 2009“ auszuzeichnen. Die Stiftung nimmt den Preis zum Anlass, die Abstellanlagen, unter denen es noch einige „Felgenkiller“ gibt, durch neue Bügel zu optimieren. Ein guter Anfang ist mit der neuen Abstellanlage vor dem Verwaltungsgebäude bereits getan.

Die beiden anderen Gewinner sind das Rotes Kreuz Krankenhaus in der Bremer Neustadt und die Anwaltskanzlei Mayer-Struwe & Sturmheit-Alester in Bremerhaven. Während das Krankenhaus seinen Preis bereits in der letzten Woche entgegen nehmen konnte und schon eifrig nutzt, wird die Anwaltskanzlei ihren Preis am 8. Dezember von Senator Loske überreicht bekommen.